Prinzipien der Mayr-Kur

Wir leben nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was wir verdauen!
Durch falsche Ernährungsweise wird unser Verdauungstrakt überfordert.
Immer wenn wir zu schnell, zu oft, zu viel oder zu spät essen, ist der Darm nicht mehr in der Lage, die Nahrung vollständig zu verdauen.

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Unverdautes bleibt im Darm liegen und beginnt sich zu zersetzen. Dabei entstehen durch Gärung- und Fäulnisvorgänge die sogenannten “Darmgifte”.
Diese führen zur Reizung der Darmschleimhaut, die daraufhin für große Moleküle durchlässig wird. Nahrungsmittelallergien können entstehen.
Eine Störung der Darmflora kann zu Problemen des Immunsystems führen.
Gelangen die Darmgifte in die Blutbahn, können sie für eine Vielzahl von Beschwerden im ganzen Körper verantwortlich sein.

Prinzipien der Mayr-Therapie:
Die vier “S”: Säuberung, Schonung, Schulung, Substitution

Säuberung: 

Mittels täglicher Einnahme salinischer Wässer (meist Bittersalz) wird der gesamte Darm durchgespült. Gärungs- und Fäulnisprodukte werden so auf milde Weise entfernt.
Im Körper abgelagerte “Schlackenstoffe” werden durch ausreichendes Trinken warmen Wassers oder bestimmter Tees entgiftet.
Die Haut wird durch Wechselduschen und Trockenfrottieren angeregt.
Besonders wichtig ist die regelmäßige vom Arzt durchgführte manuelle Bauchbehandlung.

Schonung: 

Durch reizarme Diät wird dem Darm eine Ruhepause gegönnt. 
Entzündliche Reizungen klingen ab, Verkrampfungen lösen sich, die Darmschleimhaut regeneriert sich.
Nicht nur dem Darm, sondern auch sich selbst sollte genügend Ruhe gegönnt werden. 
Am besten führt man die Kur in stressarmen Zeiten durch, in denen für ausreichenden Schlaf gesorgt ist.

Schulung:

Während der Kur wird gesundes Essverhalten eingeübt. 
Die Kursemmel wird lange gekaut, das Sättigungsgefühl wird wieder wahrgenommen, zwischen den Mahlzeiten werden ausreichende Pausen eingehalten, abends wird kaum etwas zu sich genommen.

Für die Schulung ist die ärztliche manuelle Bauchbehandlung von großer Bedeutung. Sie dient der Anregung sämtlicher Verdauungsfunktionen, der Aktivierung der Peristaltik, der Entstauung von Leber, Bauchspeicheldrüse und Darmdrüsen, der Belebung der Blut- und Lymphzirkulation, sowie der Vertiefung der Atmung. 
Sie ist gleichzeitig Verdauungs- und Atemtherapie, sowie Blut- und Lymphdrainage des Bauchraumes

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Substitution:

Um der Fastenacidose vorzubeugen, werden basische Mineralsalze zugeführt. 
Etwaige Mineralstoff- bzw. Spurenelementmängel werden ausgeglichen.