In der TCM wird der Verdauungsvorgang als eine Art Kochvorgang verstanden.
Ein Vorgang also, der Energie kostet, und zwar umso mehr, je kälter und schwerer verdaulich die Nahrungsmittel sind.
Eine warme Mahlzeit unterstützt das Qi und Yang der Milz (Verdauung), gemahlene und eingeweichte Nahrung verbraucht weniger Verdauungsenergie.

Die neutrale Kochmethode
Es ist vorteilhaft Nahrungsmittel schonend und neutral zuzubereiten.
Obst und Gemüse werden bei schwacher Hitze mit wenig Wasser gedünstet, nicht zu fein gemahlenes Getreide gegart.

Die yangisierende Kochmethode
Der Vorgang des Erhitzens verstärkt den Yang-Aspekt eines Nahrungsmittels.
Durch langsames Anbraten oder Backen im Herd kann im Winter die abkühlende Wirkung von Gemüse ausgeglichen werden.
Beim scharfen Anbraten oder Grillen wird sehr viel Yang in die Nahrung gebracht. Dies kann bei Fleisch, das von Natur aus schon Yang ist, problematisch sein. Menschen, denen es ständig zu warm ist, sollten darauf verzichten.

Die yinisierende Kochmethode
Durch Kochen in viel Wasser kann die thermische Wirkung von heissen Nahrungsmitteln ausgeglichen und die abkühlende Wirkung von kühlen Gemüsesorten im Sommer noch verstärkt werden.