TCM weltweit

Licht und Schatten

Die WHO empfiehlt, die Traditionelle Chinesische Medizin auf der ganzen Welt zu verbreiten.
Für China ist die TCM zum Exportschlager geworden.
Die sich daraus ergebenden Schattenseiten führen zu einem starken Hervortreten des kommerziellen Aspektes.
> Chinesische Kräuter werden in grosser Menge produziert, häufig mit Pestiziden und Schimmel verunreinigt.
> In China werden Touristen busweise nach kurzer Visitation mit Kräuterrezepturen abgespeist.
> Chinesische Ärzte, deren medizinische Qualifikation oft schwer zu beurteilen ist, versuchen im Westen gutes Geld zu verdienen.
> In ärztlichen Kassenpraxen werden bei uns oft ohne grundlegende TCM-Kenntnisse Patienten im Minutentakt akupunktiert.
> Die Wellnesswelle versucht bei uns mit Yin/Yang ihre Kunden anzulocken. Kaum ein Hotel, in dem nicht Qigong und ähnliches von Wellnesstrainern angeboten wird.

 

Das Bedürfnis nach ganzheitlicher Medizin ist bei uns groß, zu Recht!
Unsere Schulmedizin hat sich auf Grund ihrer Technikverliebtheit zunehmend in kleinsten Details verloren. Die grossen Erfolge unserer westlichen Medizin fordern ihren Preis.
Unsere Patienten fühlen sich nicht verstanden und in ihren innersten Bedürfnissen nicht wahrgenommen.
So verlockend die schnellen Erfolge der Schulmedizin auch sind, so drastisch können ihre Nebenwirkungen sein.
Sich in einem Krankenhaus aufzuhalten, stellt für sich genommen schon ein Risiko dar. Die dort herumschwirrenden Keime sind gegen die meisten Antibiotika resistent.
Immer wieder müssen Medikamente vom Markt genommen werden, da sie bei unseren Patienten durch schwerwiegende Nebenwirkungen Schaden angerichtet haben.
Viele Patienten sterben nicht an ihren Krankheiten, sondern an den Methoden der westlichen Medizin.
Zunehmend wird auch deutlich, dass die westliche Medizin als Medizin für „alle Kranken“ nicht finanzierbar ist.

 

Eine mögliche Annäherung

Die Schulmedizin hat ihre Stärke in der Behandlung von lebensbedrohlichen und organzerstörenden Krankheiten. Keine andere Methode kann ihr hierbei auch nur annähernd das Wasser reichen.
Sie ist sozusagen „Notfallsmedizin“.
Naturheilverfahren können hierbei nur unterstützende Berechtigung haben.
Der Grossteil der Patienten in einer Allgemeinpraxis ist aber nicht lebensbedrohlich krank. Bei ihnen sollte Naturheilverfahren der Vorzug gegeben werden (eventuell unter kurzfristiger Unterstützung schulmedizinischer Methoden).

Bis Naturheilverfahren ihren ihnen zustehenden Stellenwert bekommen werden, wird es noch viel Zeit und Überzeugungsarbeit bedürfen.