"Was Qi hat, lebt;
was kein Qi hat, stirbt"
Ein zentraler Begriff des chinesischen Denkens ist der Begriff Qi.
Er ist nicht direkt in unsere Sprache übersetzbar.
Alles im Universum - sei es organisch oder anorganisch - ist durch sein Qi definiert.
Es ist Materie und Energie.
Pulsierend, verwandelnd, ernährend, zerstörend ist es der Motor eines fortwährenden Wandels alles sichtbar und unsichtbar Existierenden.
Häufig wird Qi bei uns im Westen mit "Lebensenergie" übersetzt.
Zumindestens im medizinischen Bereich lässt sich mit dieser Vorstellung arbeiten.
Das Qi im Menschen
Gewonnen wird die Energie unseres Körpers durch Milz und Lunge. Sie extrahieren Qi aus Nahrung und Luft.
Unterstützt wird dieser Prozess von dem Ursprungs-Qi, welches wir von unseren Eltern mitbekommen habe. Es ist in den Nieren gespeichert.
Das Funktionieren aller inneren Organ sowie unsere Abwehr hängen von diesem gewonnen Qi ab.
Aus diesen Vorstellungen heraus wird ersichtlich, warum in der TCM so grosser Wert auf Ernährung und Atemübungen (Qigong) gelegt wird.
Qi zirkuliert in einem System, das unsere westliche Medizin nicht kennt: dem Meridiansytsem.
Dieses Steuersystem unseres Körpers sorgt für das Zusammenspiel sämtlicher Vorgänge in unserem Organismus.
Über Akupunkturpunkte, die auf diesen Energiebahnen liegen, ist es uns möglich, Qi zu beeinflussen und zu regulieren.
Schmerzen sind auf eine Blockade des Qi-Flusses in den Meridianen zurückzuführen.
Sie sind mit Akupunktur gut behandelbar.